Produktion - Rebschule Schlöder
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Die Neuanpflanzung von Weinbergen ist eine kostenintensive Investition, die gut überlegt werden muss. Bei der Entscheidung, welche Rebsorte und Rebsortenklon und welche Unterlage für welche Parzelle und welchen Boden am besten geeignet sind, beraten wir Sie natürlich gerne. Wir sind bemüht, Ihren Wünschen mit dem besten Pflanzgut gerecht zu werden.

Nachfolgend zeigen wir Ihnen einen kurzen Einblick über die Arbeit eines Rebschulbetriebs während des Jahres.

Januar bis März: Edelreiser & Unterlagen verarbeiten und veredeln

Um einen optimalen Schutz vor Pilzkrankheiten zu bieten, werden Edelreiser und Unterlagen zum Veredeln nachdem Winter zugeschnitten und gegen diese behandelt. Die von uns verarbeiteten Unterlagen stammen ausschließlich aus Italien und Frankreich, wo für die Produktion bessere klimatische Bedingungen herrschen. Die Edelreiser und Unterlagen werden veredelt, paraffiniert und anschließend in Palettenkisten zum Vortreiben gepackt.

 

 

April: Vortreiben

Jetzt werden die Reben vorgetrieben. Wichtig hierbei ist eine konstante Luftfeuchtigkeit und Temperatur von 28 bis 32 Grad Celsius. Ziel des Vortreibens besteht darin, dass die Reben ein Kallusgewebe ringsum die Veredlungsstelle bilden und einen kleinen Trieb ausbilden.

 

Folien verlegen

Die Rebschule wird nun ebenfalls vorbereitet. Dem Boden sind ausreichend Nährstoffe zuzuführen. Er muss tiefengelockert und gefräst werden und anschließend wird die Folie gezogen. Hierbei wird in einem Arbeitsgang ein Damm angehäufelt, ein Tröpfchenbewässerungsschlauch und die Folie verlegt.

 

Mai: Auspacken und Einschulen

Nach einer ca. 2 wöchigen Vortreibzeit werden die Reben zum sog. "Abhärten" aus der Vortreibhalle genommen. Bevor die jungen Reben eingeschult werden können, werden die Triebe eingekürzt, diese nochmals paraffiniert und für mindestens 12 Std. gewässert. Zeitgleich wird in der Rebschule mittels der Tröpfchenbewässerung ebenfalls genug Feuchtigkeit unter die Folie ausgebracht. Nach den "Eisheiligen" werden die Reben gesteckt.

 

Mai bis September: Pflegemaßnahmen

Die Bodenpflege ist in der Rebschule und auch im Jungfeld von allergrößter Bedeutung. Der Boden muss unkrautfrei sein, um jegliche Wasserkonkurrenz und Neigung zur Krankheitsanfälligkeit der Reben zu vermeiden. Ebenfalls werden Unterlagsantriebe, die als Konkurrenz unerwünscht sind, entfernt.

Dem Pflanzenschutz ist die größte Aufmerksamkeit zu widmen. Peronosporabefall ist unbedingt zu vermeiden! Durch moderne Technik und einer ständigen Kontrolle werden die Reben in Intervallen von 8 - 10 Tagen gespritzt. Wie auch in Ertragsanlagen, müssen die Reben der Rebschule zwei- bis dreimal jährlich gegipfelt werden.

 

November: Ausschulen & Sortieren

Im November, nach dem das Laub abgefallen ist, beginnt das Ausschulen. Auf Paletten verladen kommen die Reben zurück in den Betrieb um anschließend sortiert zu werden. Durch das Drücken der Veredlungsstelle werden die Reben nach der Beschaffenheit sortiert. Die Reben, die einen geschlossenen Kallusring haben, die Druckprüfung bestehen und einen ausgeprägten Wurzelkranz aufweisen, werden nun pflanzfertig gemacht.

Durch den Einsatz neuster Technik, dem Rebenmax der Firma Wagner, wird jede Rebe einzeln maschinell verarbeitet. Dies gewährleistet einen gleichmäßig exakten Wurzelschnitt, sowie eine optimale Paraffinierung.

Letztlich werden die Reben zu 25er Bündeln zusammengefasst und in Kartons gelagert.

 

Dezember bis April: Lagerung

Alle Reben werden bis zur Pflanzung im Frühjahr in unseren Kühlräumen bei ca. + 2°C gelagert.

Weingut Schlöder
... alles aus einer Hand!

Urbanusstraße 15 A
54340 Leiwen

Tel.: 0 65 07 / 37 16
info@schloeder-leiwen.de